Boltz

Kätnerstelle / Wohn- und Geschäftshaus
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Informationen

  • Die sogenannte Boltzenstelle war angeblich einst der schönste Bauernhof im Dorf. Er reichte vom ehemaligen Dorfkrug bis zur Instenstelle von Familie Kähler. Auf dem Hof stand ein kleines Bauernhaus im Typ von Kätner und Gärtner Kähler. Es war weiß getüncht, mit noch halben Türen, jeder der es noch kannte, es war zum malen schön. Leider war die Zeit dahin, wie Kunstmaler Burmester ins Dorf kam.

    Der Krüger Claus Friedrich Kähler (Fri ut'n Kroog) vom späteren Landhaus hat es abreißen lassen, nachdem er die Bauernstelle erworben hatte und 1888 ein neues Haus errichten lassen hat, welches Tischlermeister Ernst besitzte.
     width= In einem Anbau zur Dorfstraße befand sich ein Laden der Konsum-Genossenschaft, welcher durch die Nationalsozialisten aufgelöst und vom bisherigen Geschäftsführer Alfred Müller (Kaufhaus Müller) übernommen wurde.

    Mit der Verlegung des Geschäfts in den Mühlenweg, wurde der Anbau schließlich als Wäscherei von Betty Ernst genutzt.

    Neben dem Wohnhaus stand bis in die 1920er Jahre eine große Scheune, welche als Spritzenhaus diente, wo Marktwaren gehandelt wurden, wo ein Lehrer Hoffmann seinen Dreschdampfer und seine Leihmaschinen unterstellte.
    An dieser Scheune gab es eine riesenhafte Weinrebe, mit gewaltigem Stamm bis über die hohe Scheune und der reiche Behang, eine begehrte Frucht bei den Kindern. Spätere Gärtnerei Hansen, Vorgänger Pahl züchtete Treibhausmäßig die blaue Weintraube.

    Vor dem alten Boltzenhaus standen große Maulbeerbäume mit späteren roten Beeren. Sie waren mehrfach bei Bauernhäusern im Dorf zu finden. Diese Früchte erntete der sparsame Mensch, verwertete sie zu süßer Fruchtsuppe, mit Klößen und Zwieback eingekrümelt. Im Ersten Weltkrieg, war die große Scheune überfüllt auf Strohlager mit Kriegsfreiwilligen. Auf dem Gelände der Bauernstelle Boltz war die Wache und die Zuteilungsstelle für all die un-uniformierten Freiwilligen. In der ehemaligen Waschküche war der große Verpflegungskessel, sie wurden in den Wochen so reichlich verpflegt, daß manches Kommissbrot, manches Stück Wurst und Käse und Margarine den Kindern dom Dorf zugesteckt wurde und manches in den Schweinetrog kam.


    Location: Dorfstraße

Chronik

  • 1888 Ein neues Wohnhaus wird vom Krüger Claus Friedrich Kähler errichtet.

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    1936 Namensänderung von Allgemeiner Konsumverein Kiel in Verbrauchergenossenschaft Kiel.

    1958 Heinrich Ernst wird als Tischlermeister im Hauptgebäude in der Dorfstraße 11 erwähnt.

Bewohner

  • Besitzer

    ↳ Cordt Boltz ⚭ Dorothea
    ↳ Paul Boltz (* 3.3.1709)

    ↳ Paul Boltz (* 1769 - † 1841) ⚭ 1798 Ida Cathar Elsabe Rathje | VZ 1835
    ↳ Paul Ludwig Boltz (* 1807) | VZ 1864
    ↳ Paul Boltz (* 1859) | VZ 1864
    ↳ Claus Friedrich Kähler (* 1852)
    ↳ Heinrich Ernst (Tischlermeister)
  • Bewohner

    Hans-Joachim Schmidt
    Anna Bergt
    Bruno Guta
    Herbert Gläßmann

Quellen

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Dorfstraße 11, Heikendorf
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Details
  • Dorfstraße 11, Heikendorf
  • Zustand: Beseitigt
  • Nutzung: Wohn- und Geschäftshaus
  • Haus Nummer: 8
  • Landbesitz: ⅛ Hufe
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