Am 13. September 2026, dem Tag des offenen Denkmals, öffneten sich von 12:00 bis 16:00 Uhr die Türen des ehemaligen Cafés Roehrskroog in Möltenort. Das Haus ist eines von 16 Kulturdenkmälern in unserer Gemeinde. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heikendorf und dem Fischereimuseum Möltenort organisierte die Archivgruppe Heikendorf in kürzester Zeit eine kleine Ausstellung in dem seit 2024 leer stehenden Gebäude.
Die sogenannte „Fischerdorf-Ausstellung“ war trotz der geringen Vorlaufzeit äußerst gut besucht. Es ergaben sich viele interessante Gespräche und auch zahlreiche Fragen, insbesondere dazu, was nun mit dem Gebäude geschehen wird. Viele Möglichkeiten, Wünsche und Hoffnungen wurden diskutiert.

Aktuell steht das Haus im Bieterverfahren zum Verkauf. Trotz des zweijährigen Leerstands ist das Gebäude noch dicht und trocken. Viele Besucher hofften, dass es irgendwie erhalten werden kann, da es das Ortsbild nachhaltig prägt und eine Bereicherung für unsere Gemeinde darstellt.
Auch ein Vergleich mit dem Rudolf-Behrend-Haus in Neuheikendorf wurde gezogen. Dort ist die Gemeinde Heikendorf Eigentümerin der alten Künstlerkate. Ein Förderverein kümmert sich um das Gebäude und organisiert die dortigen Veranstaltungen. Die dringend notwendige Sanierung ist durch Fördermittel mittlerweile gesichert. Durch das stark sanierungsbedürftige Dach und die teilweise maroden Hölzer im Fachwerk befindet sich die alte Kate am Dorfteich in Neuheikendorf aktuell noch in einem deutlich schlechteren Zustand als der Röhrskrog.

AGH-Fischerdorf-Ausstellung-Tag-des-offenen-Denkmals-Röhrskrog

In den beiden zugänglichen ehemaligen Gasträumen fanden die Besucher mehrere große, alte Ansichten von Möltenort. Auf einem Tisch lag eine große Karte, die Möltenort im Jahr 1873 zeigte. Viele Anwohner suchten darauf ihre eigenen Grundstücke. Auch auf einem großen Luftbild aus den 1920er-Jahren erkannten zahlreiche Besucher längst verschwundene Häuser.

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AGH-Fischerdorf-Ausstellung-Tag-des-offenen-Denkmals-Exponate

Neben einigen Exponaten des Fischereimuseums befand sich auf einem großen Infoplakat die Geschichte des Röhrskrogs und seiner ehemaligen Bewohner. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass das Baujahr vermutlich noch 14 Jahre weiter zurückliegt, als in der Denkmaldatenbank Schleswig-Holstein angegeben. Das Haus ist somit nicht nur das letzte erhaltene Reetdachhaus, sondern auch eines der ältesten Backsteinhäuser, eventuell sogar das älteste.
Eine kleine interessante Information am Rande war, dass der ehemalige Nachtwächter Claus Löpthien, der zusammen mit Stine Schröder als Bronzeplastik „Gerettet“ am Schröderstrand verewigt ist, zeitweise in dem Haus gelebt hat.

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AGH-Fischerdorf-Ausstellung-Tag-des-offenen-Denkmals-Fischereimuseum

Ein weiteres Infoplakat zeigte die verschiedenen Gastgewerbe in Möltenort, darunter das alte Hotel Seeblick, das Hotel Möltenort und das Strandcafé. Weitere Kulturdenkmäler unserer Gemeinde, die jedoch nicht öffentlich zugänglich sind, wie beispielsweise das Gut Schrevenborn und der Hardenbergpavillon in Kitzeberg, waren auf einem weiteren Infoblatt abgebildet.
Die Archivgruppe bedankt sich bei allen Besuchern für das große Interesse an dem Haus sowie an der Arbeit des Fischereimuseums und der Archivgruppe Heikendorf.

Archivgruppe Heikendorf

Archivgruppe Heikendorf und Umgebung

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