Haus Blunck
Wohnhaus / Wohnhaus
Informationen
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Das sogenannte Blunck-Haus wurde vermutlich um 1865 von Johann Hinrich Schnoor erbaut. Davor soll an dieser Stelle schon ein Fachwerkhaus gestanden haben. Das Grundstück gehörte Familie Böhe und wurde "Achterbarg" genannt.
Johann Hinrich Schnoor (* 14.10.1827 Gettorf - † 22.02.1900) erbaute das heute noch erhaltene Backsteinhaus. Er kam urspünglich aus Gettorf und war von Beruf Maurer, wie sein Vater. Am 19.06.1857 heiratete er Wilhelmine Magdalena Kähler, die Tochter des Musikus Claus Kähler und dessen Frau Wilhelmine Magdalena geb. Verdieck. Die Familie Schnoor lebte zunächst in Möltenort, bevor sie am 07.04.1868 einen Teil der ehemaligen Koppel "Achterbarg" von dem Kätner Hans Hinrich Wilhelm Böhe erwarb. Hans Hinrich Wilhelm Böhe besaß im Teichtor 1 eine kleine Stelle, die er 1897 an den Höker Wilhelm Friedrich Kähler verkaufte.
Am 02.03.1858 wurde der Sohn Rudolf Schnoor in Möltenort geboren. Er wurde ebenfalls Maurer von Beruf. Am 01.07.1860 folgte Georg Friedrich Schnoor, welcher bereits in Altheikendorf geboren wurde.
Die Tochter Meta Magdalena Schnoor wurde am 14.06.1867 in Altheikendorf geboren. Sie heiratete Georg Hoffmann aus Kiel, ein Redakteur bei der Kieler Zeitung und zog 1908 mit ihm in ihr Elternhaus.
Im Jahr 1923 wurde das Haus an den Kunstmaler Heinrich Blunck verkauft. Es überstand den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden und wurde nach dem Krieg, bis 1950, Heikendorfer Familien als Wohnraum zur Verfügung gestellt. Der Sohn, Otto Heinrich Blunck (* 30.01.1924) fiel am 10.11.1943 an der Ostfront.
Bei Kriegsende kam es zu einem Vorfall bei dem Haus beinahe doch noch stark beschädigt worden wäre. Die Familie Blunck stellte die Räume ausgebombten Heikendorfer Familien zur Verfügung. Um kochen zu können, hat man sich mit kleinen Küchenhexen beholfen. Das nötige Brennmaterial wurde überall wo es ging gesammelt. Auch am Strand wurde nach Treibgut und Holz Ausschau gehalten. Eines Tages wurde eine kleine Holzkiste gefunden, die direkt von der Hausfrau zur Befeuerung in den Ofen geschmissen wurde. Ein anwesender Nebelsoldat bekam dies mit, schrie und holte die Holzkiste wieder aus dem Ofen. In ihr befand sich Munition.
Seit 2000 befindet sich in dem Haus das Künstlermuseum Heikendorf der 1995 gegründeten Heinrich-Blunck-Stiftung.
Das Wohn- und Atelierhaus Blunck (Obj. Nr.: 12917), der Fachwerkschuppen (Obj. Nr.: 33112), die zwei Hauslinden (Obj. Nr.: 31356) und der Lindenlaubenbaum (Obj. Nr.: 33111) sind eingetragene Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein.
Location: Teichtor
Chronik
Bewohner
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Besitzer↳ Hans Hinrich Wilhelm Böhe (* 19.08.1831 - † 24.03.1916) ⚭ 02.04.1865 Magdalene Christine Sophie Wieck (* 02.03.1843 Oppendorf - † 12.03.1912)
↳ Johann Hinrich Schnoor (* 14.10.1827 Gettorf - † 22.02.1900) ⚭ 04.06.1857 Wilhelmine Magdalene Kähler (* 16.10.1830 - † 31.12.1917)
↳ Georg Hoffmann (* 1857 - † 1928) ⚭ Meta Magdalena Hoffmann geb. Schnoor (* 14.06.1867)
↳ Heinrich Max Johannes Phönix Blunck (* 30.04.1891 - † 02.07.1963) ⚭ Käte Thede (* 30.11.1901 - † 04.07.1991)
Quellen
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Details
- Teichtor 9, Heikendorf
- Zustand: Vorhanden
- Nutzung: Wohnhaus
- Anno: 1.865
- Epoche: Deutscher Bund (1815-1866)
- Landbesitz: Unbekannt






