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Die zwei gestohlenen Schimmel von Schleert

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Nach dem ersten Krieg wurde es unruhig im Dorf. Viele fremde Männer trieben sich hier herum, und hungrig waren sie auch. Die Schanzen lagen voller Marinesoldaten, die nach Hause wollten. Bauer Schleert in der Dorfstraße 21 hatte damals zwei Schimmel. Für einen kleinen Bauern war das ein großer Stolz, zwei eigene Pferde zu besitzen. So reich waren sie nie gewesen, dass sie sich so etwas hätten leisten können. Der Pferdestall war einfach verschlossen, nur mit einem Weidendraht. Den konnte man leicht hochheben, und schon war man im Stall. So kam es, dass eines Morgens die Pferde verschwunden waren. Die Aufregung im Bauernhaus kann sich wohl jeder vorstellen. Sofort wurde im Dorf Alarm geschlagen. Zum Glück hatte ein Heikendorfer die beiden Schimmel gesehen, hinter Kiel in Richtung Neumünster. Die Polizei ließ daraufhin die Hamburger Chaussee überwachen. Doch auch in Neumünster hatten viele Leute die beiden Schimmel gesehen, mit zwei Marineangehörigen obenauf. Auf dem Markt Großflecken wollte der Pferdeschlachter gerade mit den zwei hübschen Pferden abziehen. Das konnte in letzter Minute verhindert werden.
Hans Schleert musste mit dem Zug nach Neumünster fahren und die Pferde von dort nach Hause reiten. Ein Schloss kam danach jedoch nicht an die Stalltür. Es blieb alles so, wie es in alten Zeiten immer gewesen war.

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Zu diesem Artikel gibt es einen Artikel im Heikendorfer Anzeiger in der Ausgabe vom März 2026.

Archivgruppe Heikendorf und Umgebung

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