Gildefeier 1930 - Gildelade und Hans utn Schosteen mit Vogel - Grünes Fotoalbum Ilse von Keitz

Schüsse auf die Vergangenheit: Was die alte Möltenorter Gildelade preisgibt

Berichte, Geschichten, , , , , , , Kommentar schreiben
Sie ist klein, schwer und aus dunklem Eichenholz gefertigt. Auf den ersten Blick wirkt sie unscheinbar. Doch die vermutlich erste Gildelade der Möltenorter Knochenbruchgilde erzählt eine Geschichte, die weit über ihren äußeren Eindruck hinausgeht – von Gemeinschaft, Gewalt und Vergessen. Neue naturwissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Das Holz der Lade stammt aus der Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg. Zudem wurde die Kiste irgendwann gezielt beschädigt – offenbar durch Schüsse und gewaltsame Aufbruchsversuche. Weiterlesen… “Schüsse auf die Vergangenheit: Was die alte Möltenorter Gildelade preisgibt”

Ansehen
Familie-Schleert-vor-dem-Pferdestall

Die zwei gestohlenen Schimmel von Schleert

Berichte, Geschichten, , , , , , , , , , , Kommentar schreiben
Nach dem ersten Krieg wurde es unruhig im Dorf. Viele fremde Männer trieben sich hier herum, und hungrig waren sie auch. Die Schanzen lagen voller Marinesoldaten, die nach Hause wollten. Bauer Schleert in der Dorfstraße 21 hatte damals zwei Schimmel. Für einen kleinen Bauern war das ein großer Stolz, zwei eigene Pferde zu besitzen. So reich waren sie nie gewesen, dass sie sich so etwas hätten leisten können. Der Pferdestall war einfach verschlossen, nur mit einem Weidendraht. Den konnte man leicht hochheben, und schon war man im Stall. So kam es, dass eines Morgens die Pferde verschwunden waren. Die Aufregung im Bauernhaus kann sich wohl jeder vorstellen. Weiterlesen… “Die zwei gestohlenen Schimmel von Schleert”

Ansehen
Gerettet von Adolf Brütt

Nachtwächter Claus Friedrich Löpthien

Berichte, Geschichten, , , , , , , , , , , , , Kommentar schreiben
Der Nachtwächter von Möltenort, Claus Friedrich Löpthien, geboren am 26. Juni 1811 in Altheikendorf, war der Sohn von Hinrich Friedrich Loppentien (Löpthien) und Abel Rixen (Rix). Seine Mutter war die Tochter von dem Möltenorter Fischer Claus Rix und dessen Frau Magdalena Catharina Rix.
Löpthien wurde am 12.07.1811 in der Kirche zu Schönkirchen getauft. (KB 1811/48) Die Taufpaten waren Claus Rix vom Orth, Hans Friedrich Kähler und Margaretha Sophia Steffen.
Er wurde im Jahr 1828 konfirmiert.
Die Familie lebte im Armenhaus. Von Beruf war Löpthien Fischer. Er fuhr hinaus bis hinter’s Gabelsflach, eine Untiefe die sich noch hinter dem heutigen Kieler Leuchtturm befindet und fischte bis zu seinem Lebensende. Weiterlesen… “Nachtwächter Claus Friedrich Löpthien”

Ansehen
Neubausiedlung-Stückenberg-im-Bau-um-1967

Siedlung Stückenberg

Berichte, Geschichten, , , , , , , , , , Kommentar schreiben
Im Jahr 1966 begann die Grundsteinlegung für 53 Nebenerwerbsstellen auf den Flurstücken „Der Hof“ und „Die Stücken“ in Neuheikendorf. Träger des Projekts war die Deutsche Bauernsiedlung GmbH. Die spätere „Stückenberg-Siedlung“ war von Beginn an in ihrer Ausführung umstritten. Von der Genehmigung bis zum ersten Einzug vergingen mehr als acht Jahre. Es wurde mehrfach umgeplant, es fehlte an finanziellen Mitteln, und zahlreiche Genehmigungsverfahren mussten durchlaufen werden. Das Projekt drohte mehrfach zu scheitern. Weiterlesen… “Siedlung Stückenberg”

Ansehen
Schüttbrehm Weg-min

Armselige Weihnachten 1919

Berichte, Geschichten, , , , , , , , , , , , , , Kommentar schreiben
Ein Bericht von Wilhelm Schneekloth (1904 – 1988):

Auch wenn man sonst nichts hatte, wollte man doch eine warme Stube haben. Kohlen waren rar und teuer. Im Krieg sammelten wir Jungen Koks bei der Kitzeberger Huk, alles, was die Heizer über Bord warfen, wurde dort angetrieben. Weiterlesen… “Armselige Weihnachten 1919”

Ansehen
Zusammengebrochenes Pferd vor Wagen

Hurrah morgen gibt es Pferdefleisch!

Berichte, Geschichten, , , , , , , , , Kommentar schreiben
Wilhelm Schneekloth (* 15.12.1904 – † 06.07.1988) berichtete aus seiner Kindheit im Jahr 1918. Der Erste Weltkrieg ging zu Ende, Elend und Not herrschten im Dorf:
Heinrich “Marokker“ Petersen aus dem Langen Rehm und Christian Willrodt aus der Hafenstraße hatten ein Fuhrunternehmen. Sie verfügten über drei Arbeitspferde, die ihre Wagen zogen. Weiterlesen… “Hurrah morgen gibt es Pferdefleisch!”

Ansehen
Bauernwagen auf dem Eis - AÌ-min

Der Fuchs auf dem Eis

Berichte, Geschichten Kommentar schreiben
Nach 1876 kamen die ersten Pferde auf die kleinen Bauernstellen. Bis dahin wurde das Land der Familien Klühn, Schleert und Hannes Kähler von Hans Christian Hinrich „Heinrich“ Kähler (* 25.11.1850 – † 27.1.1932), auch „Hein Bur“ genannt, bewirtschaftet. Die kleinen Bauern waren damals nur Insten und bis 1876 dem untersten Stand zugeordnet. Sie hatten lediglich das Recht zu arbeiten. Weiterlesen… “Der Fuchs auf dem Eis”

Ansehen
Das ehemalige Gildehaus umgebaut zur Kirche

Die Kirche

Geschichten, , , , , , , , Kommentar schreiben

Die Kirche

Am 30. Juni 1955, also vor 70 Jahren, wurde die heutige Kirche am Neuheikendorfer Weg feierlich eingeweiht.

Sie ersetzte die im Zweiten Weltkrieg zerstörte erste Kirche – ein 1922 zum Gotteshaus umgebautes Gildehaus, das ursprünglich vom Heikendorfer Kriegerverein als Schützenhaus errichtet worden war. In der Nacht vom 26. auf den 27. August 1944 wurde das Gebäude bei einem Luftangriff zerstört. Dem Pastor gelang es in jener Nacht, lediglich das Altarkreuz aus der brennenden Kirche zu retten. Weiterlesen… “Die Kirche”

Ansehen
So-könnte-die-Wohnanlage-auf-der-Schlosskoppel-ausgesehen-haben-min

Die Schlosskoppel

Geschichten, , , , , , , Kommentar schreiben
Laut einer sagenhaften Überlieferung soll sich in den Mühlenwiesen neben der Schlosskoppel eine befestigte Wohnanlage oder Burg befunden haben. Zu beachten ist, dass die heutige Schlosskoppel damals noch Rethhörn genannt wurde. Die eigentliche Schlosskoppel lag östlich daneben, zwischen dem vermuteten “Schloss” und der Förde. Diese Anlage soll schon dort gewesen sein, bevor die Wasserburg Schrevenborn (Gut Schrevenborn) errichtet wurde. Diese Überlieferung galt als äußerst vage, könnte aber trotzdem gut möglich sein. Denn die Lage ist geschützt durch den Wald und die See. Man hatte guten Blick in die Umgebung und hinaus auf die Förde. Weiterlesen… “Die Schlosskoppel”

Ansehen